Frauen beraten Frauen

Veranstaltungen


FESTVERANSTALTUNG „FEMINISTISCHE STRATEGIEN UND BERATUNGSPRAXIS“
ANLÄSSLICH 35+1+1 JAHRE FRAUEN* BERATEN FRAUEN*

Anlässlich des langjährigen Bestehens von Frauen* beraten Frauen*, der ersten österreichischen Frauen*beratungsstelle, findet am 16. Mai 2017 im Atelierhaus der Akademie der Bildenden Künste Wien („Semperdepot“) eine Jubiläumsveranstaltung statt, in der feministische Strategien in Theorie und Praxis, in Politik und Gesellschaft sowie in Beratung und Psychotherapie sichtbar gemacht und zur Diskussion gestellt werden.

Der Titel „Feministische Strategien und Beratungspraxis“ verweist auf den uns so wichtigen Zusammenhang von politischer feministischer Arbeit mit der individuellen Beratungstätigkeit für unsere Klient_innen. Seit mittlerweile mehr als 35 Jahren suchen Frauen* aller Alters- und Bildungsstufen Beratung und Psychotherapie, um aus krankmachenden, scheinbar individuell zu verantwortenden belastenden Lebenssituationen einen Ausweg zu finden. Die Nachfrage ist nach wie vor viel zu groß, um von tatsächlich erreichter Gleichstellung der Geschlechter oder Geschlechtergerechtigkeit sprechen zu können. Doch das ist unser Ziel, nach wie vor!

Für den wissenschaftlichen Zugang sorgen Christina Thürmer-Rohr und Bettina Zehetner mit ihren Vorträgen zu Fremdheit, Differenz und Integration sowie zur politischen Relevanz emanzipatorischer Beratung in einer Zeit der Ökonomisierung und des gesellschaftspolitischen backlash. Wir werden uns den Fragen widmen: Was verstehen wir unter frauen* spezifischer und feministischer Beratung/Psychotherapie? Welche Prinzipien und Qualitätskriterien zeichnen feministische Beratung und Therapie aus? Wo wird feministische Haltung sichtbar und wie wirkt sie? Wie können wir widerständig sein?

Der zweite Weg der Annäherung an das Thema der Veranstaltung ist ein künstlerischer, ein Klavierkonzert auf zwei Flügeln, gespielt von Christina Thürmer-Rohr und Laura Gallati.

Frauen* beraten Frauen* will mit dieser Jubiläumsveranstaltung zur Auseinandersetzung mit feministischer Theorie und Praxis anregen.