Frauen beraten Frauen

Gesundheitsberatung







MEDIZINISCHE BERATUNG

Mit großer Freude arbeite ich nun seit einigen Jahren bei Frauen beraten Frauen als medizinische Beraterin mit. Ich bin niedergelassene Wahlärztin für Allgemeinmedizin im 18. Bezirk in Wien und arbeite auch in der betrieblichen Gesundheitsförderung und Arbeitsmedizin.
Meine speziellen Interessen gelten der Gesundheitsvorsorge, allen frauenspezifischen Gesundheitsthemen, der Ernährungsberatung, der Homöopathie und der Mikroimmuntherapie.

Frauen können sich im Rahmen der Angebote der Frauenberatung mit allen medizinischen Themen an mich wenden.

Es ist mir ein besonderes Anliegen, Ihr Gesundheitsproblem aus ganzheitsmedizinischer Sicht zu erörtern. In einem ausführlichen Gespräch – wir haben jeweils eine halbe Stunde zur Verfügung – können Sie Ihre Fragen und Anliegen mit mir besprechen. Ich bitte um eine Anmeldung unter der Telefonnummer der Frauenberatung 01/ 587 67 50.

Ich freue mich darauf, Sie beraten zu dürfen!

DR.IN JOHANNA MARIA HELM
Ärztin für Allgemeinmedizin, Fachärztin für Arbeitsmedizin

Sie können einen kostenlosen Beratungstermin unter der Telefonnummer 01/ 587 67 50 vereinbaren.

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GESUNDHEITSWORKSHOPS

STRESS LASS NACH!
Workshop zum Thema Auswirkungen von psychischen Belastungen

Welche Auswirkungen haben Belastungen auf Körper und Seele aus medizinischer und psychologischer Sicht? Wie kann ich arbeits- und leistungsfähig bleiben und mit meinen Ressourcen haushalten?
Praxisorientierte Informationen zum Thema psychische Belastungen am Arbeitsplatz und im privaten Bereich sowie gemeinsames Erarbeiten von hilfreichen Strategien

Leitung: Dr.in Johanna Helm, Ärztin für Allgemeinmedizin und Fachärztin für Arbeitsmedizin,
Mag.a Karin Macke, Psychotherapeutin
Termin: Montag, 20. Februar 2017, 18.00 - 20.00 Uhr
Ort: 1010 Wien, Seitenstettengasse 5/7

Wir freuen uns über Ihre Spende!

Für die Teilnahme am Workshop ist eine Anmeldung erforderlich:
macke@frauenberatenfrauen.at oder 01/ 587 67 50

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MIGRÄNE, REGELSCHMERZEN UND CO
Workshop zum Thema Umgang mit „Frauenleiden“

Was können mögliche Ursachen von Schmerzen und sogenannten typischen Frauenleiden sein? Welchen Einfluss hat dabei unsere Psyche? Schmerz ist ein Warnsystem des Körpers und der Seele. Wie wir ihn empfinden und bewerten, muss als komplexe Wechselwirkungen zwischen biologischen, psychischen und sozialen Faktoren verstanden werden. Praxisorientierte Informationen zu Prävention und Umgang mit Schmerzen

Leitung: Dr.in Johanna Helm, Ärztin für Allgemeinmedizin und Fachärztin für Arbeitsmedizin,
Mag.a Karin Macke, Psychotherapeutin
Termin: Donnerstag, 1. Juni 2017, 18.00 - 20.00 Uhr
Ort: 1010 Wien, Seitenstettengasse 5/7

Wir freuen uns über Ihre Spende!

Für die Teilnahme am Workshop ist eine Anmeldung erforderlich:
macke@frauenberatenfrauen.at oder 01/ 587 67 50

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FRAUEN UND SPORT, FRAUEN UND FITNESS
Aussendung Nr. 96, Frühjahr 2015

FRAUEN LAUFEN

Am 31. Mai 2015 findet der 28. Frauenlauf im Wiener Prater statt. 30.000 Frauen werden gemeinsam walken oder laufen, und ein Teil des Teams von Frauen beraten Frauen wird heuer erstmals auch dabei sein und mitmachen. Dabei sein und mitmachen, darum geht es uns. Seit mehr als 30 Jahren beraten wir Frauen in Lebenslagen, die als schwierig und nur schwer veränderbar empfunden werden.

Wir versuchen gemeinsam mit den Frauen, die bei uns Rat suchen, Bewegung in scheinbar unveränderbare Gegebenheiten zu bringen, sei es indem wir einen anderen, neuen Blickwinkel eröffnen, sei es durch ein behutsames gemeinsames Erforschen dessen, was den Frauen für ihr Leben wichtig war oder ist, was aber unter der Last des Alltags, unter den strukturellen Bedingungen, denen Frauen in unserer Gesellschaft ausgesetzt sind, verschüttet ist.

Unser Ziel ist einerseits die Verbesserung der subjektiven Lebenssituation, andererseits glauben wir daran, dass sich durch diese Herangehensweise darüber hinaus auch strukturelle Veränderungen für alle Frauen in ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten eröffnen. Die Einzelne ist immer auch Teil von etwas Gemeinsamen. Das Besondere am Frauenlauf ist, dass keine Frau von diesem Gemeinsamen ausgeschlossen wird. Alter, körperliche Fähigkeiten, Religionen, ethnische Zugehörigkeiten oder sexuelle Orientierungen spielen keine Rolle. Jede kann sich beteiligen, jede kann Spaß haben, jede wird gefeiert. Und sogar die, die sich in einen Wettkampf begeben möchte, für die Leistung und eine persönliche Bestzeit ein Ansporn sind, auch die darf mitmachen. Viel Spaß!

BARBARA ZACH

MESSEN UND WIEGEN; VERGLEICHEN UND SIEGEN - NEIN DANKE!
ÜBER DEN FETISCH FITTNESS UND DIE MÖGLICHKEIT DER VERWEIGERUNG


Da laufen sie wieder - und ich nicht mit. Das Leistungsprinzip durchdringt und durchdrängt längst auch unsere Freizeit. Sich nur noch im „schneller, weiter, besser“ zu spüren ist meine Sache nicht. Ich boykottiere den Fetisch Fitness. Ich verweigere den Imperativ, beständig meinen Körper zu bearbeiten, ihn zu dressieren und zu formieren. Frauenkörper waren immer Ziel patriarchaler Disziplinierung.
Neu ist, dass wir diesen Blick verinnerlicht haben und uns dauernd selbst beobachten als diejenigen, die angeblickt werden. Wir selbst sind unsere strengsten Kritikerinnen. Kein anderer muss uns mehr disziplinieren, wenn wir uns selbst regieren. Keine Stimme von außen muss mehr eingreifen, wenn es unsere „eigene“ Stimme ist, die uns daran hindern will, das zu essen, was und wie viel uns schmeckt und uns mit „das ist aber nicht gesund“, „ich hab ja schon“ und „ich sollte doch nicht“ abspeisen will. Allzeit fit & schlank & selbstbeherrscht - und nur ja kein Körperfett, denn Fettsein ist Schwäche, Kontrollverlust und persönliches Versagen.

Fitness-, Ernährungs- und Gesundheitsdiskurse sollen Frauen beschäftigen. Den missionarischen Befehlen „Du musst wollen!“ und „Du sollst Spaß daran haben!“ ist mit Skepsis zu begegnen. Der neoliberale Mythos, alles wäre machbar, befördert eine „Pflicht zur Gesundheit“ und ein Dauertrainingsprogramm für Frauen, die ihren Körper permanent optimieren und in Form bringen sollen. Schmerzen, Krankheit und Behinderung haben in diesem funktionalen Fit-mach-mit-Programm keinen Platz.

Das ständige Kreisen um sich, die ängstliche Überwachung des eigenen Gewichts, die Sorge, nicht schlank, nicht schön, nicht jung und fit genug zu sein, hält Frauen davon ab, lustvoll zu genießen. Wir könnten diese beschränkten Weiblichkeitsideale in Frage stellen und die Normierungen zurückzuweisen. Wenn alle rennen bekomme ich Lust auf Gelassenheit, Entschleunigung, Faulheit. Ich laufe nicht mit – hechle weder hinten nach noch vorne weg - habe meine Waage vor langer Zeit entsorgt und schlendere in die Hollandstraße zu „Fett & Zucker“, um Kuchen zu essen.

BETTINA ZEHETNER

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Psychosoziale Belastungen in der Schwangerschaft und nach der Geburt

Teil 1 Schwangerschaft

Ein Kind zu bekommen, erfordert von jeder Frau eine große Anpassungsleistung und ist mit einer Vielzahl von Veränderungen verbunden. Der Körper verändert sich, die Gefühlslage ist schwankend, die Sensibilität steigt, neue Fragen tauchen auf, wie: „Werde ich der neuen Aufgabe gewachsen sein, werde ich meine Baby genug lieben können und ihm genug geben, wie wird es mir mit der Verantwortung gehen?“ und vieles mehr.
Neben oftmals großer Freude stehen verständlicherweise auch Unsicherheiten und Ängste, die vor jedem unbekannten Lebensereignis auftauchen können. Gesellschaftlich oft unrealistische Erwartungen an die Rolle der Mutter verstärken manchmal diese Unsicherheiten.
Frauen benötigen während der Schwangerschaft und natürlich auch nach der Geburt soziale und finanzielle Sicherheit, Verständnis, Zuwendung, PartnerIn, FreundInnen und Angehörige, die sich mit ihnen freuen, Anteil nehmen und ermutigend sind, den neuen Lebensabschnitt mit ihnen teilen und begleiten und immer wieder verlässlich unterstützen. Und sie brauchen auch die Zuversicht, „dass schon alles gut gehen wird“.
Doch nicht immer sind diese Bedingungen gegeben. Manche Frauen werden gerade in der Schwangerschaft verlassen, sind sowieso auf sich allein gestellt oder fühlen sich zu wenig unterstützt und verstanden. Sie fühlen sich verzagt, niedergeschlagen und überfordert – und sie sind damit nicht alleine, ca. einem Drittel aller Frauen ergeht es ähnlich. Andere Frauen leiden unter Angstzuständen, Panik, Depressionen, Trauer oder haben bereits traumatische Geburten erlebt. Dies können gute Gründe sein, sich Information, Unterstützung und Beratung zu holen.
Wir bieten psychosoziale Beratung und Kurzzeitpsychotherapie in der Schwangerschaft und nach der Geburt an und informieren Sie über ergänzende Angebote.

Mag.a Claudia Parrer

Ein Tipp: Die Broschüre“…eigentlich sollte ich glücklich sein…“
Ein Ratgeber für Mütter, die sich (stark) belastet fühlen sowie für deren Partner und Angehörige können Sie unter 01/ 4000 87162 bestellen oder hier downloaden: http://www.diesie.at/literatur/broschueren/

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Interview mit Frau Dr.in Johanna Helm
Ärztin für Allgemeinmedizin und Fachärztin für Arbeitsmedizin,
Mitarbeiterin von Frauen beraten Frauen

Ihre Schwerpunkte sind

Interview

Frauen* beraten Frauen*:
Frau Dr.in Helm, Sie sind Arbeitsmedizinerin. Was sind Ihrer Erfahrung nach die spezifischen Belastungen von Frauen am Arbeitsplatz?

Johanna Helm:
Frauen wie Männer haben heute im Berufsleben mit hohem Tempo, viel Druck, wenig Erholungspausen und größerem Arbeitsumfang zu kämpfen. Besondere Belastungen für Frauen ergeben sich aus der Tatsache, dass sie die Betreuung des Haushaltes, der Kinder, oder anderer bedürftiger Personen in der Familie immer noch häufig im Alleingang oder nur mit unzureichender Unterstützung bewältigen müssen und daher die so wichtigen Erholungspausen kaum zur Verfügung haben. Darüber hinaus beobachte ich, dass Frauen oft glauben, mehr leisten zu müssen als ihre männlichen Kollegen, um die gleiche Anerkennung zu bekommen.

Frauen* beraten Frauen*:
Was sind die Folgen dieser Belastungen? Wie gehen Frauen mit diesen Belastungen um?

Johanna Helm:
Frauen haben dadurch wesentlich weniger Zeit zu ihrer eigenen Verfügung, sie hetzen oft vom Job nach Hause, müssen unterwegs noch schnell Einkäufe erledigen, Kinder abholen, den Haushalt erledigen, vielleicht noch kranke Angehörige betreuen - Frauen übernehmen bekannter-maßen einen großen Teil der sozialen Aufgaben in unserer Gesellschaft. Und die so genannten Karrierefrauen haben in vielen Fällen deswegen kaum ein Privatleben, weil sie quasi in der Firma "wohnen". Wir Frauen sollten wirklich lernen, im positiven Sinn ein wenig egoistischer zu werden, auf unsere körperlichen und psychischen Bedürfnisse mehr zu achten. Dabei unterstütze ich Frauen sehr gerne.

Frauen* beraten Frauen*:
Was können Sie diesen Frauen als Arbeitsmedizinerin an Hilfestellung anbieten?

Johanna Helm:
Die Arbeitsmedizin befasst sich ja mit Prävention, das heißt dem Gesunderhalten am Arbeitsplatz. In den letzten Jahren nehmen die psychischen Gesundheitsprobleme dramatisch zu, psychosomatische Erkrankungen und Beschwerden sind unser tägliches Brot geworden. Da wir in den seltensten Fällen auch eine Unterstützung durch eine Arbeitspsychologische Betreuung im Betrieb haben, bieten wir ArbeitsmedizinerInnen entlastende Gespräche, Coaching, Therapievermittlung, Rückkehrmanagement und Aktionen der Betrieblichen Gesundheitsförderung an. Betriebe sind ja verpflichtet, die auftretenden psychischen Belastungen in der Arbeit zu evaluieren, und aus den Erkenntnissen dieser Analysen sollen Maßnahmen zur Reduktion dieser Belastungen z.B. in Gesundheitszirkeln, entwickelt werden. Denn nur mit systemischen Maßnahmen kann sicher gestellt werden, dass MitarbeiterInnen ihre Arbeit erfüllt, zufrieden und damit zur Gesundheit beitragend erleben. Und wie alle ArbeitgeberInnen wissen: nur gesunde, motivierte MitarbeiterInnen garantieren den Erfolg eines Unternehmens.

Frauen beraten Frauen:
Danke für das Gespräch!

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